Schmerzbehandlung/Therapie von chronischen Schmerzen - Dirk Ohlsen-Heilpraktiker-München-Stockdorf-Buch zum Thema Schmerz Biokinematik/Quantenheilung-Ganzheitsmedizin

Behandlungsalternativen bei chronischem Schmerz

Die Grundüber­le­gung des inno­va­tiven Behand­lungs-
Kon­zeptes der Biokinematik besteht darin, dass
Schmerz prin­zi­piell bewe­gungsabhängig ist.
 

Betrof­fene stellen in der Regel selbst fest, dass sich die Schmerzen durch Bewe­gung verstärken lassen und sich in Ruhe abschwächen. Sofern also eine (bestimmte) Bewe­gung den Schmerz ver­ur­sacht, stellt sich die logi­sche Frage, welche Störung im Bewe­gungs­ab­lauf diesen Schmerz auslöst.

Hierbei kommt den Mus­keln (weniger Kno­chen und Bändern) die tra­gende Haup­trolle zu, denn diese sind letzt­end­lich das bewe­gungs­ver­ur­sa­chende Ele­ment im Körper. Durch die Atmung und den Ruhe­tonus der Mus­ku­latur ist eine Bewe­gung prin­zi­piell immer gegeben.

Störungen der Mus­keln bzw. ein­zelner Mus­kel­fa­sern (Ver­kramp­fungen,Verkürzungen= geo­me­tri­sche Bahn­ab­wei­chungen) können vielfältiger Natur sein, häufig bedingt durch:

1. Ein­sei­tige Mus­kel­be­an­spru­chungen über Jahre hinweg (Sitzen, Büroalltag, Body­buil­ding)

2. Unfall­traumen mit Über­deh­nungen / Schocker­leb­nisse / emo­tio­nale Blo­ckaden

3. Zu schnelle Geburten/Kai­ser­schnitt = zu hoher
Mus­kel­tonus (nicht frei­ge­setzte Instink­t­energie)

Hier­durch wird das Zusam­men­spiel der Mus­keln zuein­ander (Ago­nist / Ant­ago­nist) gestört, es kommt zu einer Fehl­funk­tion der Bewe­gungs­geo­me­trie in den Mus­keln bzw. ein­zelnen Mus­kel­fa­sern, ver­ein­facht ver­gleichbar mit Sand im Getriebe. Nach­fol­gend setzt das Unter­be­wusst­sein absicht­lich Schmerz ein, um gestörte Mus­kel­funk­ti­ons­ketten vor Schädigung zu bewahren.

Der Schmerz ist inso­fern ein Warn­schmerz,
eine überaus sinn­volle Körper­re­ak­tion.

Die Punkte 2) und 3) sind eben­falls wichtig und nicht selten in meiner Praxis die wahre Ursache von Schmerz­pro­blemen - sie haben große Aus­wir­kungen auf  muskuläre Blo­ckaden (Hart­spann) und muskulären Funk­ti­ons­de­fi­zite. Diese Themen werden in meinem Buch "Ganz­heit­liche Heil­kunde für Körper, Geist und Seele" mit Fällen aus der Praxis detail­liert ange­spro­chen.

Diese Web­seite beschränkt sich zwecks Über­sicht­licht­keit auf den Punkt 1), der in vielen "aus­the­ra­pierten Fällen" in eine zielführende Schmerz­be­hand­lung mündet. Es han­delt sich um die The­rapie der Mus­keln, um ihre natürliche Beweg­lich­keit / Funk­tion wie­der­her­zu­stellen und das Zusam­men­spiel der ver­schie­denen Mus­kel­gruppen zuein­ander wieder zu syn­chro­ni­sieren. Hierbei werden immer Fas­zien/Bin­de­ge­webe und kom­plette Mus­kel­ketten ange­spro­chen.

Aus Erfah­rung funk­tio­niert diese The­rapie nicht nur bei nahe­lie­genden Schmerz­cha­rak­te­ris­tiken wie Hexen­schuss und Knie­schmerzen, son­dern auch ins­be­son­dere bei Migräne bzw. Schmerz­pro­blemen jeg­li­cher Art, wie u.a. der Fibro­my­algie. Dia­gno­s­tisch aus­zu­schließen sind vorab Infek­tionen und Erkran­kungen, die Ein­fluss auf das Mus­kel­ge­webe und die Bewe­gungs­ko­or­di­na­tion haben, wie bei­spiels­weise Bor­re­liose, echtes Rheuma oder Mul­tiple Skle­rose.

In der Praxis beginnt die The­rapie mit einer ausführli­chen Ana­mnese, bei der die gestörten Mus­keln iden­ti­fi­ziert werden. Durch geeig­nete Maßnahmen wird in diese Mus­kel­gruppen ein Reiz (z.B. Phy­sio­the­rapie, manu­elle The­rapie, Ener­gie­ar­beit) gesetzt, der einen Selbst­re­gu­la­ti­ons­vor­gang im Körper auslöst. Der Körper baut sich hier­durch bes­ten­falls inner­halb weniger Tage so um, dass die har­mo­ni­sche Beweg­lich­keit wieder her­ge­stellt wird.

Im Ein­zel­fall kann die The­rapie über Wochen hinweg sehr lang­wierig sein, wenn der the­ra­peu­ti­sche Zugang zu den ent­spre­chenden Mus­keln ana­to­misch schwierig ist oder die Mus­ku­latur über Jahre extrem ein­seitig trai­niert wurde (Sportler/Body­builder). Aus­gangs­punkt der Behand­lung ist jedoch immer das Setzen eines Schwel­len­reizes, der den Körper selbst zum Umbau­pro­zess antreibt.

Man könnte es auch mit „Hilfe zur Selbst­hilfe“ umschreiben, ein behan­delter Patient wird durch das ent­wi­ckelte Körper­be­wusst­sein in der Regel für immer in die Lage ver­setzt, seine even­tuell auf­tre­tenden Schmerzen mit wenigen spe­zi­ellen Körperübungen selbst weg­zu­the­ra­pieren.

Das Setzen eines ent­spre­chenden Reizes bedeutet für den Pati­enten anfangs häufig eine extreme Kon­fron­ta­tion mit dem Schmerz. Durch phy­sio­the­ra­peu­tisch beglei­tete Körperübungen bewegt man sich in den Maxi­malschmerz hinein und ver­sucht dann die ent­spre­chende Mus­kel­kette in ihrer Maxi­mallänge durch Anspan­nung gegen einen äusseren Wider­stand (The­ra­peut) zu über­reizen.

Die Über­be­las­tung im Sinne eines Schwel­len­reizes wird hierbei von Rezep­toren im Körper wahr­ge­nommen, an das Gehirn wei­ter­ge­leitet und mündet anschließend in ent­spre­chende, selbst­re­gu­la­tive Umbau-/Anpas­sungs­pro­zesse. Diese führen nach ent­spre­chender Zeit, die vom Ausmaß der Bewe­gungsstörung abhängig ist (Tage, Wochen, Monate), zuerst zur Schmerz­frei­heit und im wei­teren Ver­lauf zur wei­teren Ver­bes­se­rung der Beweg­lich­keit. Hier­durch wird dem Ent­stehen eines neu­er­li­chen, ähnli­chen Schmerz­ge­sche­hens die Grund­lage ent­zogen. Der Patient ist wirk­lich geheilt und nicht nur sym­ptom­frei, wie z.B. nach Schmerz­mit­tel­gabe.

In diesem Zusam­men­hang wichtig: Nach prak­ti­schen Erfah­rungen ist diese Form der The­rapie über die Selbst­re­gu­la­tion des Körpers unmöglich, solange Schmerz­mittel genommen werden, die in das zen­tral­nervöse System ein­greifen, hierzu gehören z.B. Tramal und andere Mor­phi­um­de­ri­vate. Für den Schmerz­pa­ti­enten bedeutet dies leider häufig einen Gewis­sens­kon­flikt, stellt doch die Kon­fron­ta­tion mit dem Schmerz eine große Hürde dar. Unter der Rubrik
Erfah­rungen soll eine Hilfe ange­boten werden, die eine Ent­schei­dung erleich­tert.

Ein wesent­li­ches Haupt­ar­gu­ment für diesen The­ra­pie­an­satz ist das prak­tisch nicht vor­han­dene Risiko - ver­bunden mit einer großen Chance – ganz im Gegen­satz zu den weit­rei­chenden Folgen einer Ope­ra­tion. Leider wird letz­tere von den Kran­ken­kassen bezahlt, während die Behand­lung nach Walter Packi der­zeit meist nur von den Pri­vat­kassen über­nommen wird.

Man sollte sich aber nicht vor­schnell für eine Ope­ra­tion ent­scheiden – denn eine im Extrem­fall ein­tre­tende Berufsunfähig­keit – die im übrigen nicht wirk­lich selten erscheint - dürfte für den ein­zelnen Pati­enten mit einem Viel­fa­chen der Kosten ver­bunden sein. Zudem wird durch eine Ope­ra­tion (Ver­stei­fungen, Ent­fernen von Kno­chen) das Zusam­men­spiel der Mus­keln oft­mals so gestört, dass eine Hei­lung mit den heu­tigen Mit­teln unmöglich werden kann.

Die Begründung, warum ent­gegen der der­zeit noch gültigen schul­me­di­zi­ni­schen Theorie bei Schmerzen die Nerven, Dege­ne­ra­tion und vieles andere oft als Ursache aus­zu­schließen sind, liegt in den auf dieser Web­seite ausgeführten Zusam­menhängen. Wenn ein chro­ni­scher Dau­er­schmerz inner­halb von Minuten mit unserer inn­vo­va­tiven The­rapie muskulär beeinflußbar ist, kann die Ursache nicht in Vor­ge­nanntem liegen. Natürlich gibt es auch hier immer noch gewisse körper­liche Grenzen - doch echtes "The­ra­pie­ver­sagen" gibt es nur in sel­tenen Fällen (so meine Erfah­rung aus der Praxis).