Die Grundüberlegung des innovativen Behandlungs-
Konzeptes der Biokinematik besteht darin, dass
Schmerz prinzipiell bewegungsabhängig ist.
Betroffene stellen in der Regel selbst fest, dass sich die Schmerzen durch Bewegung verstärken lassen und sich in Ruhe abschwächen. Sofern also eine (bestimmte) Bewegung den Schmerz verursacht, stellt sich die logische Frage, welche Störung im Bewegungsablauf diesen Schmerz auslöst.
Hierbei kommt den Muskeln (weniger Knochen und Bändern) die tragende Hauptrolle zu, denn diese sind letztendlich das bewegungsverursachende Element im Körper. Durch die Atmung und den Ruhetonus der Muskulatur ist eine Bewegung prinzipiell immer gegeben.
Störungen der Muskeln bzw. einzelner Muskelfasern (Verkrampfungen,Verkürzungen= geometrische Bahnabweichungen) können vielfältiger Natur sein, häufig bedingt durch:
1. Einseitige Muskelbeanspruchungen über Jahre hinweg (Sitzen, Büroalltag, Bodybuilding)
2. Unfalltraumen mit Überdehnungen / Schockerlebnisse / emotionale Blockaden
3. Zu schnelle Geburten/Kaiserschnitt = zu hoher
Muskeltonus (nicht freigesetzte Instinktenergie)
Hierdurch wird das Zusammenspiel der Muskeln zueinander (Agonist / Antagonist) gestört, es kommt zu einer Fehlfunktion der Bewegungsgeometrie in den Muskeln bzw. einzelnen Muskelfasern, vereinfacht vergleichbar mit Sand im Getriebe. Nachfolgend setzt das Unterbewusstsein absichtlich Schmerz ein, um gestörte Muskelfunktionsketten vor Schädigung zu bewahren.
Der Schmerz ist insofern ein Warnschmerz,
eine überaus sinnvolle Körperreaktion.
Die Punkte 2) und 3) sind ebenfalls wichtig und nicht selten in meiner Praxis die wahre Ursache von Schmerzproblemen - sie haben große Auswirkungen auf muskuläre Blockaden (Hartspann) und muskulären Funktionsdefizite. Diese Themen werden in meinem Buch "Ganzheitliche Heilkunde für Körper, Geist und Seele" mit Fällen aus der Praxis detailliert angesprochen.
Diese Webseite beschränkt sich zwecks Übersichtlichtkeit auf den Punkt 1), der in vielen "austherapierten Fällen" in eine zielführende Schmerzbehandlung mündet. Es handelt sich um die Therapie der Muskeln, um ihre natürliche Beweglichkeit / Funktion wiederherzustellen und das Zusammenspiel der verschiedenen Muskelgruppen zueinander wieder zu synchronisieren. Hierbei werden immer Faszien/Bindegewebe und komplette Muskelketten angesprochen.
Aus Erfahrung funktioniert diese Therapie nicht nur bei naheliegenden Schmerzcharakteristiken wie Hexenschuss und Knieschmerzen, sondern auch insbesondere bei Migräne bzw. Schmerzproblemen jeglicher Art, wie u.a. der Fibromyalgie. Diagnostisch auszuschließen sind vorab Infektionen und Erkrankungen, die Einfluss auf das Muskelgewebe und die Bewegungskoordination haben, wie beispielsweise Borreliose, echtes Rheuma oder Multiple Sklerose.
In der Praxis beginnt die Therapie mit einer ausführlichen Anamnese, bei der die gestörten Muskeln identifiziert werden. Durch geeignete Maßnahmen wird in diese Muskelgruppen ein Reiz (z.B. Physiotherapie, manuelle Therapie, Energiearbeit) gesetzt, der einen Selbstregulationsvorgang im Körper auslöst. Der Körper baut sich hierdurch bestenfalls innerhalb weniger Tage so um, dass die harmonische Beweglichkeit wieder hergestellt wird.
Im Einzelfall kann die Therapie über Wochen hinweg sehr langwierig sein, wenn der therapeutische Zugang zu den entsprechenden Muskeln anatomisch schwierig ist oder die Muskulatur über Jahre extrem einseitig trainiert wurde (Sportler/Bodybuilder). Ausgangspunkt der Behandlung ist jedoch immer das Setzen eines Schwellenreizes, der den Körper selbst zum Umbauprozess antreibt.
Man könnte es auch mit „Hilfe zur Selbsthilfe“ umschreiben, ein behandelter Patient wird durch das entwickelte Körperbewusstsein in der Regel für immer in die Lage versetzt, seine eventuell auftretenden Schmerzen mit wenigen speziellen Körperübungen selbst wegzutherapieren.
Das Setzen eines entsprechenden Reizes bedeutet für den Patienten anfangs häufig eine extreme Konfrontation mit dem Schmerz. Durch physiotherapeutisch begleitete Körperübungen bewegt man sich in den Maximalschmerz hinein und versucht dann die entsprechende Muskelkette in ihrer Maximallänge durch Anspannung gegen einen äusseren Widerstand (Therapeut) zu überreizen.
Die Überbelastung im Sinne eines Schwellenreizes wird hierbei von Rezeptoren im Körper wahrgenommen, an das Gehirn weitergeleitet und mündet anschließend in entsprechende, selbstregulative Umbau-/Anpassungsprozesse. Diese führen nach entsprechender Zeit, die vom Ausmaß der Bewegungsstörung abhängig ist (Tage, Wochen, Monate), zuerst zur Schmerzfreiheit und im weiteren Verlauf zur weiteren Verbesserung der Beweglichkeit. Hierdurch wird dem Entstehen eines neuerlichen, ähnlichen Schmerzgeschehens die Grundlage entzogen. Der Patient ist wirklich geheilt und nicht nur symptomfrei, wie z.B. nach Schmerzmittelgabe.
In diesem Zusammenhang wichtig: Nach praktischen Erfahrungen ist diese Form der Therapie über die Selbstregulation des Körpers unmöglich, solange Schmerzmittel genommen werden, die in das zentralnervöse System eingreifen, hierzu gehören z.B. Tramal und andere Morphiumderivate. Für den Schmerzpatienten bedeutet dies leider häufig einen Gewissenskonflikt, stellt doch die Konfrontation mit dem Schmerz eine große Hürde dar. Unter der Rubrik
Erfahrungen soll eine Hilfe angeboten werden, die eine Entscheidung erleichtert.
Ein wesentliches Hauptargument für diesen Therapieansatz ist das praktisch nicht vorhandene Risiko - verbunden mit einer großen Chance – ganz im Gegensatz zu den weitreichenden Folgen einer Operation. Leider wird letztere von den Krankenkassen bezahlt, während die Behandlung nach Walter Packi derzeit meist nur von den Privatkassen übernommen wird.
Man sollte sich aber nicht vorschnell für eine Operation entscheiden – denn eine im Extremfall eintretende Berufsunfähigkeit – die im übrigen nicht wirklich selten erscheint - dürfte für den einzelnen Patienten mit einem Vielfachen der Kosten verbunden sein. Zudem wird durch eine Operation (Versteifungen, Entfernen von Knochen) das Zusammenspiel der Muskeln oftmals so gestört, dass eine Heilung mit den heutigen Mitteln unmöglich werden kann.
Die Begründung, warum entgegen der derzeit noch gültigen schulmedizinischen Theorie bei Schmerzen die Nerven, Degeneration und vieles andere oft als Ursache auszuschließen sind, liegt in den auf dieser Webseite ausgeführten Zusammenhängen. Wenn ein chronischer Dauerschmerz innerhalb von Minuten mit unserer innvovativen Therapie muskulär beeinflußbar ist, kann die Ursache nicht in Vorgenanntem liegen. Natürlich gibt es auch hier immer noch gewisse körperliche Grenzen - doch echtes "Therapieversagen" gibt es nur in seltenen Fällen (so meine Erfahrung aus der Praxis).