Schmerzbehandlung/Therapie von chronischen Schmerzen - Dirk Ohlsen-Heilpraktiker-München-Stockdorf-Buch zum Thema Schmerz Biokinematik/Quantenheilung-Ganzheitsmedizin

Chronischer Schmerz ist heilbar - Selbsterfahrung

Mein Inter­esse für die ganz­heit­li­chen Aspekte der Heil­kunde kommt nicht von ungefähr. In meinem Leben bin ich schon häufig mit schweren Erkran­kungen kon­fron­tiert worden, für die es keine schul­me­di­zi­ni­sche Lösung gab und ich somit gezwungen war, selbst kreativ zu werden. So wurde mir im Alter von 18 Jahren nach einer Infek­tion von einigen Pro­fes­soren bei­spiels­weise der Tod inner­halb von 24 Stunden pro­phe­zeit. Glückli­cher­weise trat dieser nicht ein und ich rege­ne­rierte mich inner­halb von Tagen voll­kommen.

Auf dieser Web­seite sollen aber vor allem meine eigenen Erfah­rungen mit ver­schie­denen (Rücken)-Schmerzen (u.a. ein Band­schei­ben­vor­fall) im Mit­tel­punkt stehen. Ich möchte meine eigenen The­rapie-Irr­wege auf­zeigen, die am Ende dank des muskulären The­ra­pie­kon­zeptes der Biokinematik zur vollständigen Gesun­dung führten.

Der Großteil dieser Infor­ma­tionen steht seit 2003 auf der (nicht mehr aktua­li­sierten) Seite www.holis­ti­sche-Medizin.info im Internet. Hierbei han­delte es sich um ein rein gemeinnütziges Enga­ge­ment, um Betrof­fenen einen Weg zur Hei­lung auf­zu­zeigen. Diese Seite wurde bis­lang rund eine Mil­lion mal angeklickt und hat so mit­ge­holfen, bei zahl­rei­chen Men­schen Schmerzen zu lin­dern bzw. zu heilen. Bereits zu einem Zeit­punkt, als ich selbst noch kein Heil­prak­tiker war und Pati­enten immer an die Klinik für Biokinematik ver­weisen musste.


Selbs­t­er­fah­rung Band­schei­ben­vor­fall und chro­ni­scher Rücken­schmerz

Bereits seit Ende 2001 traten häufiger spo­ra­di­sche Rücken­schmerzen auf, die ich nicht zuordnen konnte. Ich emp­fand diese Schmerzen jedoch nicht als starke Ein­schränkung und trieb wei­terhin regelmässig Sport.

Die Schmerzen wurden aller­dings gera­dezu unerträglich, als ich im März 2002 beim Ski­fahren abseits der Piste ca. 4m in die Tiefe fiel und mich mehr­fach über­schlug. Als nach einigen Tagen immer noch keine Bes­se­rung der Beschwerden ein­trat, kon­sul­tierte ich einen Orthopäden, der mir nach einem unauffälligen Röntgen­be­fund zunächst einige Spritzen in den Rücken ver­ab­reichte und mir zusätzlich das Medi­ka­ment "Vol­taren" ver­schrieb. In den dar­auf­fol­genden Wochen stellte sich jedoch ent­gegen dem Ver­lauf eines „nor­malen“ Hexen­schusses keine Bes­se­rung ein. Die Schmerzen, die bis­lang nicht in den Ober­schenkel aus­strahlten (allei­niges LWS-Syn­drom), zogen nun bis in die rechte Wade, wo sie so stark waren, dass ich weder stehen noch liegen konnte. Sitzen war jedoch meist schmerz­frei möglich.

Während der orthopädischen Behand­lung wurden mehr­fach Spritzen in den Len­den­wir­belsäulen-Peri­du­ral­raum ver­ab­reicht, die kei­nerlei Lin­de­rung brachten. Auf­grund der beschrie­benen Sym­pto­matik ver­an­lasste mein Orthopäde im Mai 2002 eine Kern­spin-Auf­nahme, auf der ein starker, medialer Band­schei­ben­vor­fall zwi­schen den Len­den­wir­belkörpern (LWK 4/5) zu sehen war.

Als Kon­se­quenz dieser Dia­gnose wurde eine kon­ser­va­tive The­rapie mit 3 x wöchent­li­cher, klas­si­scher Kran­ken­gym­nastik emp­fohlen. Auch diese Maßnahme, ver­bunden mit Aku­punktur, führte zu kei­nerlei Lin­de­rung. Par­allel kon­sul­tierte ich Neu­ro­logen und andere Orthopäden, um das Ausmaß der Krank­heit besser abschätzen zu können. Sie waren alle mehr oder weniger mit Ihrem Latein am Ende und berei­teten mich mental auf eine unumgängliche Ope­ra­tion vor. Leis­tungs­sport könnte ich – so die Aus­sage eines Pro­fes­sors für Neu­ro­logie in München - in Zukunft ver­gessen und beim Schuhe anziehen müsste ich mich zukünftig immer hin­setzen !

Auf der Suche nach Behand­lungs­al­ter­na­tiven stieß ich auf die medi­zi­ni­sche Kräfti­gungs­the­rapie (MKT, Kieser), die ich nach Rücksprache mit meinem Orthopäden erprobte:

Die dort ver­tre­tende These, dass nur ein schwa­cher Rücken Schmerzen macht, war mir anfangs ein­leuch­tend, aber auf­grund der sport­lich relativ guten Fit­ness grundsätzlich frag­lich. Im Fit­ness-Studio ange­kommen, wurde ich von dem haus­ei­genen Orthopäden unter­sucht. Er war sehr zuver­sicht­lich, dass ich nach Abschluss des Trai­nings wieder topfit und schmerz­frei sein würde. Meine Kraft in der wir­belsäulen­nahen, auto­ch­tonen Mus­ku­latur erhöhte sich in Ver­lauf der ins­ge­samt 18 Sit­zungen um ca. 50-80 %, ohne jedoch eine Schmerz­re­duk­tion zu bewirken. Ich wurde darauf hin­ge­wiesen, dass die Rücken­mus­ku­latur im Ver­gleich zu anderen Pati­enten noch immer zu schwach sei und ich weiter trai­nieren müsste. Zweifel kamen in mir hoch, umso mehr als ich von einer anderen The­ra­peutin erfuhr, dass erst ein Patient in den letzten Jahren bei der Hauptübung noch mehr Gewicht nach hinten drücken konnte als ich! Auf meine Rückfrage beim dor­tigen Orthopäden wurde mir mit­ge­teilt, dass eine Ope­ra­tion wohl nun doch unaus­weich­lich wäre. Aus­sa­gegemäß hatte er sich selbst diesbezüglich schon zweimal ope­rieren lassen.

Jeder Betrof­fene sollte sich hierzu selbst eine Mei­nung bilden.

Mein Ver­trauen war nach all den ver­geb­li­chen Ver­su­chen erschüttert. Ich begab mich – trotz der Emp­feh­lung von mitt­ler­weile vier Orthopäden und zwei Neu­ro­logen für eine Ope­ra­tion - weiter auf die Suche nach einer The­rapie, die ohne Band­scheiben-Ope­ra­tion zur vollständigen Gene­sung führen sollte. Heute weiß ich, dass meine Situa­tion kein Ein­zel­fall ist - und immer mehr Men­schen suchen meine Praxis mit chro­ni­schen Schmerzen auf, weil Sie - selbst als Pri­vat­pa­ti­enten - die schul­me­di­zi­ni­schen Behand­lungs­me­thoden voll­kommen aus­geschöpft haben.

Aus Gründen, für die ich sehr dankbar bin, kam ich durch das Internet in ein Band­scheiben-Forum (Lumed). Hier beschrieb ein Teil­nehmer die Schmerz­the­rapie des Frei­burger Arztes Walter Packi, die ich sehr inter­essant und logisch fand. Nach einigen Rückfragen und stöbern im Forum, beschloss ich vor einer Ope­ra­tion (Kos­ten­vor­an­schlag EUR 11.000) einen Besuch bei seinem Institut für Biokinematik in Frei­burg zu wagen, da ich durch meine Erfah­rungen und Bücher­stu­dien erheb­liche Zweifel an der Stim­mig­keit der bisher zugrunde gelegten medi­zi­ni­schen Theorie hatte.


 

Praxis-Klinik für Biokinematik, Juli 2002

(Vier Monate nach Beginn der Schmerzen):


Nach meiner Ankunft am Mon­tag­morgen erfolgte eine einstündige Behand­lung durch Walter Packi, die sich ins­be­son­dere auf die Ana­mnese ver­gan­gener Unfälle (bei­spiels­weise Bänder­risse) und die genaue Schmerz­lo­ka­li­sa­tion bezog. Hinzu kam die Betas­tung (Pal­pa­tion) von ver­schie­denen Punkten, die teil­weise sehr schmerz­haft auf Druck rea­gierten. Anschließend bekam ich sym­me­trisch ca. 10 Spritzen mit einem Betäubungs­mittel (Scan­di­cain 1 %) zur Reflexauslösung und Ent­kramp­fung in die ent­spre­chenden Mus­keln. Der in meinem Fall wich­tigste Muskel Ili­op­soaskonnte von Herrn Packi ana­to­misch leider nicht erreicht werden. Grund hierfür war die über Monate in der Kran­ken­gym­nastik und bei Kieser auf­trai­nierte Bauch­mus­ku­latur. Diese führte zu einer starken Abwehr­span­nung, sobald man ver­suchte diesen Muskel, der durch den Ski­un­fall in eine Art „Krampf­zu­stand“ ver­fallen war, pal­pa­to­risch durch die Bauch­decke zu errei­chen. Mir wurde erklärt, dass ich selbst in den nächsten Tagen diesen Muskel durch geeig­nete Übungen umtrai­nieren müsste. Diese Übungen erlernte ich in der ansch­lies­senden Phy­sio­the­ra­pie­stunde, die einmal täglich statt­fand.

In den nächsten Tagen trai­nierte ich relativ ehr­geizig im Stun­den­rhythmus ins­ge­samt sechs Übungen, die auf dieser Web­seite unter Übungen gezeigt werden. Immer wenn zusätzlich Zeit war, begab ich mich zu einem eigens präparierten Baum­stamm, um mich nach hinten ins Hohl­kreuz (leider auch in den Maxi­malschmerz) hinein über­zu­legen. Aus dieser Posi­tion wurde dann gegen den Wider­stand einer Physio-The­ra­peutin die Mus­kel­kette ange­spannt und Gegen­druck ausgeübt.

Diese Übung emp­fand ich als äußerst schmerz­haft, aber auch äußerst effektiv, weil ich merkte, wie sich mm-weise die vor­dere Bauch­mus­ku­latur durch die Über­rei­zung ihrer Span­nungs­re­zep­toren lockerte. Bereits am zweiten Tag ver­schlim­merten sich meine Beschwerden enorm und am dritten Tag waren sie fast unerträglich. Auf meine Besorgnis hin wurde mir erklärt, dass diese Erst­ver­schlim­me­rung ein gewünschter Effekt ist, der auf den Umbau der Mus­ku­latur und das Anspre­chen auf die The­rapie schließen lässt. Obwohl ich skep­tisch war, ver­traute ich auf die Erfah­rungen der The­ra­peuten und übte fleißig weiter. Nach nur fünf Tagen waren die Schmerzen fast kom­plett ver­schwunden. Im nach­hinein wurde mir klar, dass auf­grund der Kli­ni­kath­mospäre eine maxi­male Trai­nings­in­tensität absicht­lich gewollt war. In meiner Praxis gehe ich ambu­lant heute sanfter vor, was etwas längere Gene­sungs­zeiten nach sich ziehen kann - aber emo­tional nicht so belas­tend ist.


Die Anstren­gung hatte sich damals für mich gelohnt! Ich war zwei Wochen später kom­plett schmerz­frei und ent­spre­chend gut gelaunt. War mir doch eine Ope­ra­tion mit unge­wissem Aus­gang erspart geblieben. Sport war unein­ge­schränkt wieder möglich.

 



Der Rückschlag durch klas­si­sche Kran­ken­gym­nastik

Nachdem ich von der Selbst­re­gu­la­tion des Körpers durch die Packi-The­rapie begeis­tert wurde, war ich fest ent­schlossen , meinen schmerz­freien Körper beweg­li­cher zu trai­nieren. Des­halb beschloss ich, die Hilfe einer Kran­ken­gym­nastin in Anspruch zu nehmen, die auf manu­elle The­rapie spe­zia­li­siert war.


Dies war ein großer Fehler, den ich sehr bereuen sollte!
 

In einer nur 45 min. Sit­zung machte die Kran­ken­gym­nastin mit mir 1-2 Übungen, die für meine gerade erst neu umtrai­nierte Bauch- und Hüftbeu­ge­mus­ku­latur abso­lutes Gift waren. Ich sollte bei­spiels­weise im Sitzen den Muskel Ili­op­soas anspannen, um das Gesäß nach hinten zu drücken und ein leichtes Hohl­kreuz erzeugen (Entenbürzel). Zu diesem Zeit­punkt wusste ich nicht, dass dies ein Trai­ning in der maxi­malen Verkürzung eines Mus­kels war. Somit der Gegen­satz zu den Packi-Übungen, die in der maxi­malen Ampli­tude eines Mus­kels eine Anspan­nung bewirken. Ver­bunden mit Dehnübungen war das Ergebnis ein rechts­sei­tiger Krampf, der am nächsten Tag dazu führte, dass ich einen großen Becken­schief­stand mit optisch unter­schied­lich langen Beinen hatte und quasi bewe­gungsunfähig war. Extremste Schmerzen wie ich sie noch nie­mals hatte!

Leider konnte ich arbeits­be­dingt nicht sofort nach Frei­burg zu Walter Packi fahren und musste die Schmerzen drei Wochen aus­halten. Selbst konnte ich mir zum dama­ligen Zeit­punkt nicht helfen, da der Ver­such von Übungen auf­grund der Schmerzen fehl­schlug. Heute weiß ich, dass ich es geschafft hätte, wenn die Angst vor dem Schmerz nicht so groß gewesen wäre. Auch ein Besuch beim Orthopäden, der mir zumin­dest ein wenig Locke­rung ver­schaffen sollte, schlug fehl. Er spritze mir kris­tal­lines Cor­tison, von dem mir Walter Packi später berich­tete, dass mein Körper einige Wochen benötigen würde, um den hier­durch ver­ur­sachten Schaden wieder zu repa­rieren.

Ich beschloss des­halb, erneut nach Frei­burg zu fahren. Auf­grund zwi­schen­zeit­li­cher Medien­be­richte über diese Behand­lungs­form war es dort im November 2002 sehr voll und ich konnte leider nur zwei Tage bleiben. Bei meinem Termin mit Walter Packi erfuhr ich, dass Rückschläge wie meiner nicht selten seien, meist in Ver­bin­dung mit noch­ma­liger, klas­si­scher Kran­ken­gym­nastik. Ich war zwar schmerz­frei ent­lassen worden, aber noch nicht beweg­lich genug gewesen, um einer Falsch­ma­ni­pu­la­tion von Außen (durch Kran­ken­gym­nastik) stand­zu­halten. Durch eine recht schmerz­hafte Übung, in der ich bis an die Grenzen meiner Belast­bar­keit ging, wurden mir die Schmerzen zum Gross­teil wieder genommen und ich erlangte einen Teil meiner Beweg­lich­keit zurück. Da ich jedoch durch die kon­ven­tio­nelle Phy­sio­the­ra­peutin richtig ins Aus geschossen war, dau­erte die anschließende Hei­lung meh­rere Wochen, in denen ich die Zusam­menhänge zwi­schen Schmerz und Mus­keln sehr gut her­aus­ar­beiten und veri­fi­zieren konnte. Bei meinen Übungen erhielt ich von einem Münchner Rol­fing-The­ra­peuten Unterstützung, der die Thesen Walter Packis kannte und dem ich auf­grund seiner langen The­ra­pie­er­fah­rung an Mus­keln und Fas­zien ver­traute. Wir konnten so gemeinsam das Ursache- / Wir­kungs­prinzip zumin­dest meiner Schmerz­pro­ble­matik ver­stehen.


Alles im Leben ist doch für irgen­detwas gut !!!


Inwie­weit die Cor­ti­son­spritzen des Orthopäden den Hei­lungs­pro­zess verzögerten, kann ich nicht beur­teilen. Die erwähnten Schäden sollten jedoch eine Mah­nung für jeden Betrof­fenen und The­ra­peuten sein.

In meinem Fall wäre der rund drei­mo­na­tige Gesun­dungs­pro­zess sehr stark verkürzt worden, wenn ich die Packi-Übungen noch kon­se­quenter und bewußter durchgeführt hätte. Sicher­lich ist jeder Körper indi­vi­duell, von mir kann ich jedoch sagen, dass erst die abso­lute Über­rei­zung der Mus­kel­re­zep­toren – ver­bunden mit großem, kurz­zei­tigem Schmerz – den Durch­bruch gebracht hat. Es dau­erte dann nur ein paar Tage, bis die Taub­heitsgefühle in den Zehen und die Schmerzen ver­gingen. Wesent­lich war hierbei der Muskel Iliacus, den ich gegenüber dem Muskel Psoasauf­grund einer leichten Übungs­mo­di­fi­ka­tion nicht richtig beweg­lich und funk­ti­ons­ge­recht umtrai­niert hatte. Mit meinem heu­tigen Wissen und Körper­be­wusst­sein wäre ich ver­mut­lich in wenigen Tagen gesund geworden.

Schmerzen treten heute bei mir nur noch maximal als kurz­zei­tiger Mus­kel­katerauf und die Leis­tungsfähig­keit meiner Mus­ku­latur ist wie nie­mals zuvor. Es ver­steht sich von selbst, dass ich beim Sport nun natürliche Bewe­gungsabläufe bevor­zuge und kein Fit­ness­studio mehr besu­chen werde. Sport ist wieder unein­ge­schränkt schmerz­frei möglich. Meine Kern­spin Ver­laufs­kon­trolle zeigte, dass der Band­schei­ben­vor­fall wieder ver­schwunden ist. Dies ist ein Ergebnis der neuen Beweg­lich­keit, die es der Band­scheibe ermöglicht, ihre zuge­wie­sene natürliche Posi­tion wieder ein­zu­nehmen. Obwohl für viele sicher beein­dru­ckend, ist dies ist aber nur ein Neben­ef­fekt, da der Zusam­men­hang zwi­schen Schmerz und Band­scheibe nicht kausal gegeben ist! Im Prinzip ist die Band­scheibe bei den Schmerzen unbe­tei­ligt. Eine Vorwölbung oder ein Vor­fall ver­weist in erster Linie auf eine hohe Zug­span­nung durch einen verkürzten Muskel und ist das Ende der Ver­ur­sa­chungs­kette.

Eine inter­essante Studie hierzu findet sich in einem Artikel des New Eng­land Journal of Medi­cine. Es gibt keinen nach­weis­baren Zusam­men­hang zwi­schen einer (radio­lo­gisch sicht­baren) Band­schei­ben­ver­let­zung und chro­ni­schem (Rücken-)Schmerz.

The­ra­peu­tisch bedeutsam erscheint mir, dass die mir gegenüber getrof­fene Aus­sage „Der Schmerz ist nicht am ver­ur­sa­chenden Muskel, son­dern an dessen Gegen­spieler­gruppe“ von Walter Packi bei mir absolut richtig war – dieser Gedanke war damals noch sehr revo­lu­tionär in der Medi­zin­wis­sen­schaft und ist bis heute wohl immer noch unzu­rei­chend in die Lehre ein­ge­gangen!

An diesem Wissen möchte ich nun andere Betrof­fene gerne teil­haben lassen und aktiv Hilfe anbieten. Des­halb lies ich im Jahr 2003 eine erfolg­reiche Bank­kar­riere hinter mir und stelle die durch diese Erfah­rung gewon­nenen Erkennt­nisse nun als Heil­prak­tiker anderen Men­schen in meiner Praxis für ganz­heit­liche Heil­kunde gerne zur Verfügung. Walter Packi bin ich sehr dankbar für alles, was er mich gelehrt oder woran er mich erin­nert hat. Das Gleiche gilt für meine Pati­enten, durch die ich lernen und Erfah­rung sam­meln durfte. 


Etwas ist mir an dieser Stelle noch beson­ders wichtig:

Es han­delt sich bei den Ausführungen um persönliche Erfah­rungen, die ich durch die eigene Schmer­zer­kran­kung und die The­rapie vieler Pati­enten mit der Behand­lungs­me­thode der Biokinematik gewonnen habe. Offen­sicht­lich leiden immer noch zu viele Men­schen unter sehr the­ra­pie­re­sis­tenten Schmerzen. Hierbei gilt der Grund­satz, dass mir eine persönliche Kritik an ein­zelnen Ärzten, Phy­sio­the­ra­peuten oder Kran­ken­gym­nasten absolut fern liegt.

The­ra­peuten können im Prinzip nichts dafür, dass die bis­he­rigen Erklärungs­mo­delle zum Thema Schmerz unzu­rei­chend sind und des­halb eine Viel­zahl von Schmerz­be­hand­lungen allen­falls Lin­de­rung, aber keine lang­fris­tige Hei­lung bringen. Dies ist die Erfah­rung aus tägli­cher Praxis, wobei immer auch der Grund­satz gilt: "Wer heilt, hat Recht".

Ich wende mich daher ins­be­son­dere an die Men­schen, die all die anderen Behand­lungs­ver­fahren bereits erfolglos aus­pro­biert haben oder eine Ope­ra­tion ver­meiden wollen, falls sie die Hoff­nung auf Schmerz­frei­heit noch nicht auf­ge­geben haben. Wenn Rücken­schmerzen um 3-5 % pro Jahr zunehmen, müssen eine Fehl­al­lo­ka­tion von Resourcen und ver­bes­se­rungswürdige The­ra­pie­mo­delle vor­liegen. Sofern auf diese Weise Ope­ra­tionen ver­mieden werden können, die den Körper schädigen, dann hat sich dieses soziale Enga­ge­ment gelohnt. Sofern darüber hinaus im Sinne einer Pro­phy­laxe die Schmerz­pro­bleme gar nicht erst in dem Ausmaß ent­stehen würden, wäre der Gesell­schaft ver­mut­lich sehr geholfen.